Wir haben MUT

Wir haben acht Menschen, die sich auf verschiedenste Art ehrenamtlich für geflüchtete Menschen einsetzen, gefragt, warum sie tun, was sie tun. Was sie dazu bewegt. Was ihnen Mut macht.

Sie alle sagen: Wir haben eine Verantwortung, für Menschenrechte einzustehen, sie zu leben, Menschenwürde zu ermöglichen. Durch ihre persönlichen Erlebnisse haben sie das Vertrauen, dass wir als Zivilgesellschaft in einem reichen Land Familien aus Lesbos mit positivem Asylbescheid aufnehmen, ihnen ein neues Zuhause geben können. Denn so sollte niemand leben müssen. Das ist menschenunwürdig. Da sind sich alle einig.

Diese acht Menschen sehen ihre Verantwortung. Ihre Verantwortung, Menschenrechte da einzufordern, wo sie nicht zu gelten scheinen.

Diese acht Menschen glauben daran, dass wir hier in Österreich, in Vorarlberg, Platz haben. Für 100 Familien mit positivem Asylbescheid.

Diese acht Menschen haben uns ihre Stimmen geschenkt, damit die Menschen, die auf den griechischen Inseln in furchtbaren Lagern leben müssen, nicht vergessen werden. Damit wir dran bleiben. Damit wir Mut machen.

DANKE!

Ingrid Hofer, Autorin und Erfinderin von Teddy Eddy hat sich überlegt, was sie machen würde. Sie würde flüchten. Für ihre Familie. Dieser Gedanke motiviert sie umso mehr, zu helfen: Wir möchten 100 Familien aus Lesbos aufnehmen. 100 Familien, auf gesamt Österreich verteilt. Dass die Zivilgesellschaft diese Herausforderung schafft, hat sie bereits 2015 bewiesen.”
Elke Maria Riedmann, Schauspielerin, hat seit 2015 regelmäßig Kontakt mit Familien aus Syrien und Afghanistan und hat auch immer wieder Herberge angeboten: „Für mich ist es sehr bereichernd, wir haben neue Freunde gefunden. Das ist sehr schön. Das freut uns sehr.“
Herbert Eisen, pensionierter Techniker, setzt sich schon seit 2015 als freiwilliger Helfer für geflüchtete Menschen ein: „Rückblickend sage ich heute, dass es eine positive Aktion damals war und bei jenen, die ich nach wie vor kenne und immer wieder Kontakt halte, (…) die ganze Entwicklung äußert positiv gelaufen ist. (…) So gesehen ist das eigentlich ein persönliches Erfolgserlebnis zu sehen, was aus diesen Leuten geworden ist.“
Valentina Jussel, Schülerin, half schon als junges Mädchen beim Sortieren von Sachspenden für geflüchtete Familien und unterstützte auch ihre geflüchteten Mitschüler*innen im Schulalltag: „Man hat mir das so mitgegeben, dass man jedem hilft, egal wie er aussieht, egal woher er kommt. (…) Wenn jeder etwas Kleines mitbringt, dann hilft das, bewirkt das etwas sehr Großes!“
Christoph Hinteregger, ehem. Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Doppelmayr und ehem. Bildungssprecher der Sparte Industrie glaubt daran, dass das Öffnen von Türen noch wichtiger ist, als reine Geldspenden: „Es müsste doch möglich sein, (…) dass 100 oder 200 Familien nach Österreich kommen und hier leben können, (…) hier unsere Nähe spüren können, unsere letztendlich christliche Einstellung, unsere Nächstenliebe.“
Gertraud Sucher, pensionierte Volksschuldirektorin, ist schon seit 1956 mit der Flüchtlingsthematik in Berührung. Damals hat ihre Mutter einer ungarischen Familie ein Zuhause gegeben: „Flucht hat es schon immer gegeben (…). Wenn die Menschen sehen, dass wir sie mit offenen Armen aufnehmen, dann werden sie sich auch ganz anders verhalten uns gegenüber.“
Oskar Riedmann, Sozialpädagoge, hat schon mehrere Weihnachtsfeste im Kreise geflüchteter Freunde verbracht und dabei sehr persönliche Geschichten gehört: „Viele Menschen gehen momentan auf lebensgefährliche Reisen mit ihren Familien (…) in der Hoffnung, sich irgendwo in Sicherheit eine Existenz aufzubauen. …Wenn wir diesen Menschen helfen, sich bei uns einzuleben, dann können wir alle davon profitieren und es kann ein großer Gewinn für uns alle sein.“

#evakuierenJETZT
#WirHabenPlatz